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Als Mitglied des Bundesnetzwerks für Arbeit und Soziale Teilhabe, hat sich die LAG-Arbeit in Schleswig-Holstein aktiv für die Umsetzung wichtiger Standards bei der Verabschiedung des neuen Teilhabechancengesetzes (SGBII§16e/§16i) eingesetzt.

Als Mitglied des Bundesnetzwerks für Arbeit und Soziale Teilhabe, hat sich die LAG-Arbeit in Schleswig-Holstein in zahlreichen Arbeitstreffen aktiv für die Umsetzung wichtiger Standards bei der Verabschiedung des neuen Teilhabechancengesetzes (SGBII§16e/§16i) eingesetzt.

So nahm der Vorstand der LAG-Arbeit an der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages teil. Hier wurden konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung des Gesetzesentwurfs in Form eines im Netzwerk gemeinsam ausgearbeiteten Positionspapieres vertreten. Einige Forderungen, wie z.B. die Anpassung der Zugangsbedingungen im Zusammenhang mit der Dauer der Arbeitslosigkeit (nun 6 von 7Jahren) oder der Möglichkeit zu einer tariflichen Entlohnung wurden im Sinne der LAG beschlossen. Dennoch setzt sich die LAG in den kommenden Monaten weiter dafür ein, dass der tatsächliche finanzielle Aufwand, z.B. Verwaltungs- und Regiekosten oder auch Kosten für die Fachanleitung von den Jobcentern gedeckt werden. Trotz des positiven Ansatzes einer Differenzierung öffentlich geförderter Beschäftigungsangebote, gibt es aus Sicht der LAG hinsichtlich der Umsetzung des Gesetzes noch einige offene Fragen zu klären. So sollte aus Sicht der LAG-Arbeit z.B. die „ganzheitliche Betreuung“ der geförderten ArbeitnehmerInnen, zwar immer in enger Abstimmung mit den Jobcentern stattfinden, aber grundsätzlich in der Hand des Beschäftigungsträgers liegen, um eine enge Begleitung sicherzustellen. 

Die LAG Arbeit in Schleswig-Holstein nahm am 25. Mai in Hamburg an einem Arbeitstreffen des Netzwerks für Arbeit und Soziale Teilhabe teil. Das Netzwerk ist ein loser Verbund von rund 330 arbeitsmarktlichen Dienstleistern aus den alten und neuen Bundesländern.

Netzwerks für Arbeit und Soziale Teilhabe

Die LAG Arbeit in Schleswig-Holstein nahm am 25. Mai in Hamburg an einem Arbeitstreffen des Netzwerks für Arbeit und Soziale Teilhabe teil. Das Netzwerk ist ein loser Verbund von rund 330 arbeitsmarktlichen Dienstleistern aus den alten und neuen Bundesländern. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Aktivierungs-, Ausbildungs-, Weiterbildungs-und Beschäftigungsangeboten. Diese Erfahrungen bündeln wir und sprechen mit dem vorliegenden Positionspapier Empfehlungen für eine Förderpolitik höherer Qualität aus.

Die Beherrschung der Grundrechenarten und einfache Sachverhalte schriftlich formulieren und verstehen zu können, sollten die Fähigkeiten jedes Einzelnen sein und gehören zu den Mindestanforderungen an Beschäftigte.

Veranstaltung: Welche Fördermöglichkeiten existieren zur Unterstützung von Erwachsen mit Grundbildungsbedarf

Im Namen des Vorstandes, der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit Schleswig-Holstein e.V., laden wir Sie herzlichst zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holstein e. V.  und dem Projektes GRUBIN ein.

Die Beherrschung der Grundrechenarten und einfache Sachverhalte schriftlich formulieren und verstehen zu können, sollten die Fähigkeiten jedes Einzelnen sein und gehören zu den Mindestanforderungen an Beschäftigte.

Fehlen Menschen Grundkompetenzen, wirkt sich dies negativ im Zugang zum Arbeitsmarkt aus und vermindert Chancen zur beruflichen Entwicklung und Beteiligung an Weiterbildung.

Welche Fördermöglichkeiten existieren zur Unterstützung von Erwachsen mit Grundbildungsbedarf, welche Konzepte und Materialen bieten sich hier zur Nutzung an?

Diese Fragen stehen im Focus dieser Veranstaltung.

Hinweis:
Sämtliche Beiträge können von den Mitgliedern der LAG-Arbeit im internen Bereich heruntergeladen werden

Impressionen zur Veranstaltung
Podiumsdiskussion Fachtag


Ablauf

ab 09.30 Uhr
Eintreffen

10.00 Uhr
Grußworte
des Landes Schleswig-Holstein und der Veranstalter

10.15 Uhr
Vortrag
; Referent: Dr. Klaus Buddeberg, Universität Hamburg, Projektleitung LEO Grundbildungsstudie

11.00 Uhr
Projekt KOMPASS2 - Grundbildung & Pflege - Schulungskonzept und AZAV- Zertifizierung sowie Materialien für fachbezogenes Lesen und Schreiben

Referentinnen: Dr. Caroline Kurz, Gabriele Ölmann; VHS Göttingen Osterode gGmbH

11.45 Uhr
Grundbildung im Gespräch

Drei Fragen an Uwe Boldt, Botschafter für Alphabetisierung

12:00 Uhr
Grundbildung in der Grundsicherung

Referent: Alfred Schuschel, Geschäftsführer des Jobcenters Dithmarschen

12.15 Uhr
Zur Umsetzung von Grundbildungsangeboten für Erwerbstätige und Erwerbslose in Schleswig-Holstein

Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen aus Wissenschaft, Weiterbildung, Wirtschaft, Ministerien und Arbeitsförderung/Grundsicherung

13.00 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Projekt eVideo – Lesen, Schreiben und Rechnen praxisnah verbessern

ReReferent: Björn Schulz, Arbeit und Leben Berlin

14.00 Uhr
Themen-Café „Netzwerken“

  • KOMPASS2 - Grundbildung & Pflege
  • DVV Lehr- und Lernmaterialien inkl. der Alpha-Kurzdiagnostik
  • MENTO – Kollegiales Netzwerk für Grundbildung und Alphabetisierung
  • AlphaKommunal – Transfer in Schleswig-Holstein
  • Regionalstellen für Alphabetisierung und Grundbildung in Schleswig-Holstein
  • Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit in Schleswig-Holstein
  • BasisKomPlus – Basiskompetenz am Arbeitsplatz stärken
  • eVideo – Web Based-Training für Grundbildung

15.30 Uhr
Abschluss
und Ausklang bei Kaffee und Kuchen

16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

» Download des Programs als PDF (150kb)

Jetzt oder nie! - Fachtagung: Aufgaben und Wege zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen

Fachtagung: Aufgaben und Wege zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen

PDFs, Folien und Präsentationen der einzelnen Vorträge

  • Arbeitslosigkeit als verursachender, auslösender und aufrechterhaltender Faktor von seelischer Störung | mehr lesen ....
    Dr. Jean Hermanns, Leitender Psychologe Psychiatrisches Zentrum Rickling
  • Chancen auf Wiedereinstieg in Arbeit? - Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Beschäftigungsfähigkeit | mehr lesen ....
    Siehe dazu auch dieses Interview im Film.
    Prof. Dr. rer. nat. Matthias Schmidt
  • Langzeitarbeitslosigkeit als Problem für Wirtschaft und Gesellschaft | mehr lesen ...
    Joscha Schwarzwälder, Programm Nachhaltig Wirtschaften
  • Vorstellung "Land in Sicht" | mehr lesen ....

Presseinformation

Wenn Arbeitslosigkeit krank macht

Fachtagung der LAG Arbeit in Kiel berät über Maßnahmen gegen die Langzeitarbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein

Kiel, 30.01.2017 – Die Wirtschaft boomt, die Beschäftigungszahlen bewegen sich auf Rekordniveau, viele Branchen suchen nach Fachkräften – und dennoch gibt es viele Langzeitarbeitslose, die von der Entwicklung nicht profitieren können. „Wenn wir uns um Menschen kümmern, die vielfältige Probleme haben, benötigen wir einen langen Atem, um ihnen zu helfen. Es braucht Kreativität und Engagement aller Beteiligten. Und wir müssen lokale nachhaltige Wege suchen“, erklärte Martin Meers, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit Schleswig-Holstein (LAG), einem Zusammenschluss von Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen, auf einer Fachtagung in Kiel. Unter dem Motto „Jetzt oder nie“ diskutierten Experten aus dem Norden und Referenten über Aufgaben und Wege zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt |weiter lesen ...


Veranstaltungsprogramm

Mittwoch, 25. Januar 2017, 9:30 - 14:00 Uhr
im Legienhof, Legienstr. 22, 24103 Kiel

09:30 Eintreffen und Begrüßungskaffee
10:00 Begrüßung (Martin Meers, LAG-Vorsitzender)
10:15 Joscha Schwarzwälder, Bertelsmann Stiftung: Langzeiterwerbslosigkeit in Deutschland und der EU – Gemeinsame Herausforderungen, unterschiedliche Lösungen?
11:00 Dr. Jean Hermanns, Fachklinik Rickling: Langzeitarbeitslosigkeit als ursächlicher, auslösender und aufrechterhaltender Faktor für seelische Störungen
11:45 Pause
12:00 Prof. Matthias Schmidt, Hochschule Zittau/Görlitz: Chancen auf Wiedereinstieg in Arbeit? - Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit auf die Beschäftigungsfähigkeit
12:45 Best Practise: Projekt „Land in Sicht“ (Kreis Plön) stellt sich vor
13:30 Imbiss und Zeit für Gespräche

 

Durch das Programm führte Dr. Dieter Kienitz, Kienitz Unternehmenskommunikation. 

 

Sozialpolitische Gespräche auf dem historischen Zweimastsegler „Johanne“ in Kiel - weiteren Fakten über die Langzeitarbeitslosigkeit

Gespräche über Langzeitarbeitslosigkeit bei Möwengeschrei

Sozialpolitische Gespräche auf dem historischen Zweimastsegler „Johanne“ in Kiel 

Kiel - Die Arbeitslosigkeit sinkt und manche Politiker sprechen in den Sonntagsreden schon vom Jobwunder in Deutschland. Die vordergründigen Zahlen sprechen tatsächlich für sich: Die Arbeitslosenquote liegt bundesweit bei 6,0 Prozent, in Schleswig-Holstein bei 6,2 Prozent. Zurzeit sind im Land 94.000 Menschen ohne Arbeit, 67.000 von Ihnen beziehen Arbeitslosengeld II. 

Doch diese Fakten sind nur eine Seite der Medaille, wie bei einem Expertengespräch der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit an Bord des historischen Zweimastseglers „Johanne“ während der Kieler Woche deutlich wurde. Unter Hinweis auf die jüngste Bertelsmann-Studie zur Langzeitarbeitslosigkeit zeigte Christoph Fels, Geschäftsführer der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH und Mitglied im Vorstand der LAG Arbeit die weiteren Fakten auf: 

  • Mehr als jeder Dritte Arbeitslose ist langzeitarbeitslos.
  • Mehr als ein Viertel der Langzeitarbeitslosen ist älter als 55 Jahre alt.
  • Zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen sind länger als zwei Jahre arbeitslos.
  • Fast jeder dritte Langzeitarbeitslose ist geringqualifiziert.

 „Wir müssen die Probleme anpacken und spezielle Programme entwickeln, um die Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt zu begleiten – jetzt oder nie“, sagte Christoph Fels mit Blickrichtung Landes- und Bundespolitik.

Ein weiteres Thema, das an Bord begleitet vom Möwengeschrei diskutiert wurde, war die Frage, wie sich die große Zahl an Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt integrieren lässt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob sich der bereits latent vorhandene Fachkräftemangel durch die Aufnahme der Flüchtlinge entschärfen ließe oder nicht. Beteiligt an der Diskussion war unter anderem auch Michael Treiber, Leiter von „AWO Interkulturell“ beim AWO Landesverband Schleswig Holstein, sowie einige Mitarbeiter seiner Abteilung.

Zuvor hatte Martin Meers, Vorsitzender des Vorstands der LAG Arbeit und Geschäftsführer der AWO Bildung und Arbeit gemeinnützige GmbH, der die „Johanne“ gehört, die Gäste an Bord begrüßt und die Themen angerissen. Die Ausfahrt war Teil der jährlichen „sozialpolitischen Gespräche auf hoher See“, die 2015 ins Leben gerufen worden waren.

Auszug: Seit jeher äußern sich viele Erwachsene über die Jugend höchst kritisch, sehr enttäuscht oder zumindest skeptisch. Zwei typische Beispiele sollen das belegen

Christian Pfeiffer

Seit jeher äußern sich viele Erwachsene über die Jugend höchst kritisch, sehr enttäuscht oder zumindest skeptisch. Zwei typische Beispiele sollen das belegen: 

„Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegenüber traditionellen Werten.“

„Ich wollt‘ es gäbe kein Alter zwischen 16 und 23 oder die jungen Leute würden’s überschlafen, denn dazwischen gibt es nichts als Jungfern Kinder machen, dem Alter Schabernack antun, stehlen und raufen.“

Auszug: Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit in Kiel / Prof. Dr. Pfeiffer: Angst ist der Feind der Integration / Flüchtlingsbeauftragter sieht Win-Win-Situation für das Land

Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit in Kiel / Prof. Dr. Pfeiffer: Angst ist der Feind der Integration / Flüchtlingsbeauftragter sieht Win-Win-Situation für das Land

Kiel, 17.03.2016 - Aus der oft gestellten Frage „Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen?“ wurde im Verlauf einer Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit in Kiel die deutliche Aussage „So gelingt es!“. Zahlreiche Experten aus Norddeutschland entwarfen ein überwiegend positives Bild von verschiedenen Maßnahmen, die eine langfristige und nachhaltige Integration von Migranten zum Ziel haben. Dabei zeigten die Referenten und Teilnehmer ein buntes Bild von erfolgreichen Projekten und Initiativen in Schleswig-Holstein, die bereits heute durch professionelles oder ehrenamtliches Engage-ment Erfolge verzeichnen. „Jetzt ist es an der Zeit, aus der Willkommenskultur eine Willkommensstruk-tur zu machen, um eine langfristige und nachhaltige Integration der Migranten zu gewährleisten“, sagte der LAG-Vorsitzende Martin Meers auf der mit mehr als hundert Experten gut besuchten Veranstaltung.

Impressionen

Von der Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit in Kiel